Jusos kritisieren Bildungsresolution der Jungen Union

Veröffentlicht am 15.09.2011 in Pressemitteilungen

Der Juso Kreisverband Emmendingen zeigt sich erschrocken über die weltfremde Haltung, die in der Resolution zum Thema Bildung der Jungen Union Kreisverband Emmendingen zum Ausdruck kommt. Das Schulssystem in Baden-Württemberg ist schon lange nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Genau das beweisen die PISA-Forschungen der letzen Jahre. Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass gerade im Bildungssystem in Baden-Württemberg keine individuelle Förderung möglich ist und das dreigliedrige Schulsystem wenig Chancen bietet.

Dass die konservative Jugendpartei diese Tatsachen verdreht, zeigt nicht gerade ihre Nähe zur Realität an. Ebenso wenig ist ein verbohrtes Festhalten am jetzigen Schulsystem realitätsnah. Die Praxis in anderen Ländern zeigt, dass ein längeres gemeinsames Lernen und individuelle Förderung erfolgreicher ist als das jetzige Schulsystem in Baden-Württemberg. Es ist sozial ungerecht die Zukunft eines Kindes im Alter von 10 Jahren zu entscheiden. Einen anderen Bildungsabschluß nachzuholen, erfordert erst einmal einen höheren Zeitaufwand durch die Absolvieurng von mehr Schuljahren und eventuell auch zusätzliches Kapital, wie zum Beispiel bei der Abendschule. Auch aus diesem Grund ist die geplante Abschaffung der Grundschulempfehlung ein Schritt in die richtige Richtung, so der Kreisvorstand der Jusos. Desweiteren kenne man aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist mit einem Hauptschulabschluss einen Einstieg in die Berufswelt zu finden. Diese Problemlagen erkennen sogar CDU-Gliederungen an.

„Wie gerade die Zukunft der Partei derartig rückwärtsgewandt sein kann, ist erstaunlich.“, so das Juso SprecherInnen-Gremium um Gülsen Celik, Michael Pohlmann und Raphael Pfaff. Durch die neue Landesregierung kommt nun endlich frischer Wind in die Bildungslandschaft und die Waldkircher Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle, die im Bildungsausschuss sitzt hat daran auch einen großen Anteil.

Die stellvertretende Juso-Landesvorsitzende Luisa Boos kann über die Resolution der JU nur den Kopf schütteln: „Die CDU wurde auch deshalb abgewählt, weil sie nicht erkennen wollten, wie es um unsere Schulen bestellt ist und die Menschen ein Bildungssystem wollen, dass Chancen gerecht verteilt. Die JU im Kreis Emmendingen verschläft diese Tatsache immer noch.“

 

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Nachrichten aus Baden-Württemberg

Die Carlo-Schmid-Stiftung hat am Freitagabend in der Aula der Universität Mannheim den Carlo-Schmid-Preis 2026 an die Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung ihren herausragenden Einsatz für Wissenschaft, öffentliche Aufklärung und den faktenbasierten gesellschaftlichen Dialog.

Nach Ablauf der Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen am gestrigen Sonntag stehen die Kandidaturen für den Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg fest. Für das Amt bewerben sich Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als Doppelspitze. Zudem treten Dr. Dorothea Kliche-Behnke und Carsten Lotz jeweils mit Einzelkandidaturen an.

Verleihung des Carlo-Schmid-Preises an Prof. Dr. Maja Göpel
Freitag, 8. Mai 2026, 17:00 Uhr
Aula der Universität Mannheim

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