Doppelspitze bzw. Sprecher*innengremium für Parteigliederungen erlauben!

Veröffentlicht am 09.10.2015 in Anträge

Die SPD setzt sich für eine Regelung ein, die es Gliederungen vor Ort erlaubt, alternativ eine Doppelspitze oder ein Sprecher*innengremium zu bilden.

Begründung:
Bisher verlangt § 11 Abs. 1 Parteiengesetz (PartG), dass der Vorstand in allen Gliederungen und Ebenen einer Partei aus mindestens 3 Mitgliedern besteht. Nach § 9 Abs. 4 PartG sind der oder die Vorsitzende, die Stellvertreter*innen und weitere Mitglieder des Vorstandes von der Mitgliederversammlung zu wählen.


Aus diesem Grund  wurden bisher Kollektivvorstände als unzulässig erklärt. Das Satzungsrecht fordert bislang die Wahl einer bzw. eines Vorsitzenden in Einzelwahl, gemäß § 6 Abs. 1 lit. a Wahlordnung. Gliederungssatzungen, die eine abweichende Organkreation vorsehen, sind aktuell mit der Satzung der Bundespartei unvereinbar.


Diese Haltung entspricht jedoch nicht mehr den Anforderungen der heutigen Zeit. Immer mehr Arbeit verlagert sich auf wenige Mitglieder. Es wird daher für viele Gliederungen immer schwieriger, auch vor dem Hintergrund der Altersstruktur der Partei, Vorstandspositionen zu besetzen.Mit dem bisherigen Statut war lediglich ein einzelner oder einzelne Vorsitzende*r möglich. Diese*r muss die Partei nach innen und außen vertreten. Durch eine Änderung könnten hier die Aufgaben besser und gerechter verteilt werden. Zudem lässt sich eine Förderung im Bereich der Geschlechterparität und jüngeren Mitgliedern besser erreichen.
Eine ablehnende Haltung mit Bezug auf das Parteiengesetz sehen wir nicht. So wird zum Beispiel in §15 des Bundesstatuts der Partei Bündnis 90/Die Grünen bereits eine Doppelspitze ermöglicht.  


Die Besetzung der Posten soll paritätisch erfolgen. Die Gliederungen müssen vor Ort entscheiden können, ob für ihre Arbeitsweise ein*e Vorsitzende*r  mit Stellvertreter*innen, eine Doppelspitze oder ein Sprecher*innengremium die beste Lösung ist. Mit der Stärkung unserer Gliederungen stärken wir auch die SPD in der Breite! 

 

Homepage SPD Kreisverband Emmendingen

Nachrichten aus Baden-Württemberg

Die Carlo-Schmid-Stiftung hat am Freitagabend in der Aula der Universität Mannheim den Carlo-Schmid-Preis 2026 an die Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung ihren herausragenden Einsatz für Wissenschaft, öffentliche Aufklärung und den faktenbasierten gesellschaftlichen Dialog.

Nach Ablauf der Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen am gestrigen Sonntag stehen die Kandidaturen für den Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg fest. Für das Amt bewerben sich Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als Doppelspitze. Zudem treten Dr. Dorothea Kliche-Behnke und Carsten Lotz jeweils mit Einzelkandidaturen an.

Verleihung des Carlo-Schmid-Preises an Prof. Dr. Maja Göpel
Freitag, 8. Mai 2026, 17:00 Uhr
Aula der Universität Mannheim

im Namen der Carlo-Schmid-Stiftung laden wir Sie herzlich zur 15. Verleihung des Carlo-Schmid-Preises ein.