SPD-Kreisverband Emmendingen kritisiert schwarz-gelben Einsatz für Fracking

Veröffentlicht am 03.03.2013 in Pressemitteilungen

Mit Unverständnis nehmen der SPD- Kreisverband Emmendingen und die Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle die Einigung innerhalb der Bundesregierung auf ein neues Gesetz zur Regelung des Fracking-Ölförderverfahrens auf. Das Gesetz soll noch vor der Bundestagswahl verabschiedet werden.

Die SPD im Kreis Emmendingen ist sich einig: Fracking ist für den Erfolg der Energiewende nicht erforderlich. Bei dem so genannten Fracking sollen Gas und Öl unter Einsatz von umweltschädlichen Chemikalien aus tiefen Gesteinsschichten gefördert werden.

„Die Bundesregierung gibt dem Druck großer Konzerne nach, blockiert aber weiterhin die Energiewende. Anstatt Solar- und Windkraft besser zu fördern soll jetzt Fracking in Deutschland erlaubt werden. Ich halte die Technik noch für unausgereift und zu gefährlich. Mit den Chemikalien, die bei dem Verfahren eingesetzt werden, besteht die Gefahr, unser eigenes Trinkwasser zu verseuchen“, so SPD-Bundestagskandidat Johannes Fechner. Für Bundeswirtschaftsminister Rösler bietet Fracking erhebliche Chancen, Bundesumweltminister Altmaier hingegen hat sich in verschiedenen Interviews ambivalent über den Gesetzentwurf ausgesprochen. Auf 80 Prozent der Fläche des Landes wäre nach dem Entwurf der beiden Minister Fracking möglich.

Dem gegenüber ist in Baden-Württemberg die Position der grün-roten Landesregierung zu Fracking eindeutig. „Letzes Jahr haben wir auf Initivative von Rosa Grünstein MdL einen grün-roten Antrag gegen Fracking beschlossen, im Januar 2013 wurde noch einmal betont, dass Fracking-Bohrungen für grün-rot keine Option sind. Im Bundesrat werden wir uns gegen diese Risikotechnologie aussprechen. Ich bin dazu im Kontakt mit Minister Peter Friedrich, der Baden-Württemberg im Bundesrat vertritt. Wir sind nicht bereit, dass die Energieversorgung zu Lasten der Gesundheit der Bürgerschaft geht“, erklärte die Emmendinger Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle.

SPD-Pressesprecher Raphael Pfaff schloß sich dem an und ergänzte: „Im Gegensatz zu regenerativen Energien hat die Fracking-Methode einen engen zeitlichen Horizont. Sie würde lediglich einen Tropfen auf den heißen Stein bedeuten und das Grundproblem unserer verhängnisvollen Abhängigkeit von fossilen Energieträgern nicht beenden. Wir brauchen nachhaltige Energiequellen, die nicht schon nach zwanzig Jahren wieder erschöpft sind.“

 

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