Verkauf der Karl-Friedrich-Schule

Veröffentlicht am 21.01.2013 in Ortsverein

Der Vorstand des SPD-Ortsvereins spricht sich gegen den Verkauf der Karl-Friedrichschule aus, solange

- die Finanzierung eines Neubaus der Musikschule neben der VHS noch nicht endgültig geklärt ist und
- kein Konzept für die Integration der Förderschüler in die Fritz-Boehle-Schulen vorliegt.

Befremdet ist der SPD-Ortsverein über die lange Geheimhaltung der Verkaufspläne und die erst kurz vor der geplanten Beschlussfassung erfolgte Bekanntgabe des Verkaufes. Eine rechtzeitige Information der Öffentlichkeit hätte dazu beitragen können, den Eindruck einer „Nacht-und-Nebel-Aktion“ der Stadtverwaltung zu vermeiden.

Die immer wieder von OB Schlatterer angekündigte Transparenz von politischen Entscheidungen sollte nicht nur beschworen, sondern auch praktiziert werden.
Grundsätzlich kann es sinnvoll sein, wie von der Stadtverwaltung vorgeschlagen, die Förderschule in die Fritz-Boehle-Schulen zu integrieren.

Wie bekannt, ist die Entwicklung der Hauptschule mit Werkrealschule als verbindliche Ganztagesschule bisher auf einem guten Weg gewesen. Gegenwärtig stockt die positive Entwicklung und es bedarf weiterer Anstrengungen, den pädagogischen Prozess mit geeignetem Lehrpersonal und räumlicher und sachlicher Ausstattung voran zu bringen. Die Integration von rund 100 Förderschülern in den bestehenden Entwicklungsprozess der Fritz-Boehle-Schule erfordert nicht nur zusätzliches Personal und Raumangebot, sondern auch eine grundlegende Weiterentwicklung pädagogischer Konzepte.

Hinzu kommt, dass ab dem Schuljahr 2013/14 die Fritz-Boehle-Grundschule unter einer Schulleitung in die Fritz-Boehle-Hauptschule integriert werden soll. Hier treffen zwei bisher nicht kompatible Konzepte der Ganztagsbetreuung und der Ganztagsschule aufeinander.

Die von der Stadt vorgeschlagene Integration der Förderschule in die Fritz-Boehle-Schule ist deshalb keine Ad-hoc-Lösung, sondern der Beginn eines aufwändigen und viele Kräfte bindenden Entwicklungsprozesses.

Falsch eingeschätzt wurde von der Stadtverwaltung offensichtlich auch die Bedeutung des historischen und baugeschichtlichen Ensembles der Karl-Friedrich-Schule für einen Großteil der Emmendinger Bevölkerung.

 

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