Sabine Wölfle besucht das Pflegeheim St. Nikolai in Waldkirch

Veröffentlicht am 10.08.2010 in Unterwegs

Die SPD- Landtagskandidatin Sabine Wölfle besuchte im Rahmen ihrer Sommertour durch den Wahlkreis das Wohn- und Pflegeheim St. Nikolai in Waldkirch.
Im Gespräch mit der Pflegedienstleiterin Karin Schrodi wurde deutlich, dass sich viele Pflegedienstleitende eine Entbürokratisierung wünschen, um mehr Zeit zu haben, näher am und mit den Menschen, der Mittelpunkt eines jeden Wohn- und Pflegeheims, arbeiten zu können. Im Gespräch zwischen Sabine Wölfle und Karin Schrodi wurde weiter deutlich, dass sich die neue Vorgabe des Landes, innerhalb eines bestimmten Zeitraumes nur noch Einzelzimmer anzubieten, St. Nikolai wie auch andere Wohn- und Pflegeheime, vor große strukturelle Herausforderungen stellen wird.

Viele Bewohner und auch Angehörige hätten den Wunsch nach Einzelzimmer, manche hingegen wollen durchaus nicht allein sein und bevorzugen die Unterbringung in einem Doppelzimmer. Im Verlauf des weiteren Gesprächs kam die Ausbildungssituation für Pflegeberufe zur Sprache. „Was den Nachwuchs betrifft, brauchen wir mehr Anstrengungen, den Pflegeberuf attraktiver zu machen, um den drohenden Pflegenotstand in den Griff zu bekommen“, sagte Sabine Wölfle. Weiter kristallisierte sich im Austausch heraus, dass fast die Hälfte der pflegebedürftigen Bewohner in St. Nikolai Sozialhilfe vom Sozialamt beanspruchen muss. „Wer kann Pflege im Heim noch selbst finanzieren?“, fragte Werner Gehrke vom Stadtseniorenrat, der ebenfalls am Gespräch teilnahm.

Für Sabine Woelfle war am Ende des Gespräches klar, dass vor allem im Bereich der Bürokratie andere Wege gegangen werden müssen und man hier zugunsten von mehr Zeit für die zu Pflegenden andere, auch technische Hilfsmittel, einsetzen sollte. „ Auch wenn dies teuer werden kann: Zeit für Pflege und Zuwendung muss oberste Priorität haben" so die Landtagskandidatin.

 

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